• Christoph Burgmer

Video: Adivasi in Rourkela today

Aktualisiert: Feb 9



1953 begann die indische Regierung in Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland die Planung und Errichtung eines Stahlwerkes in Rourkela. Hunderte deutsche Firmen waren an dem Bau beteiligt. Es war das erste und wichtigste Nachkriegsprojekt, mit der die deutsche Industrie ihre neu gewonnene internationale Wettbewerbsfgähigkeit beweisen konnte. Es steht am Beginn der deutschen Exporterfolge. Das Stahlwerk, in dem heute 35.000 Menschen arbeiten, wurde auf dem Grund und Boden der Adivasi errichtet. Dazu wurden 16.000 Adivasi aus 32 Dörfern umgesiedelt. Sie sollten eine Kompensation für ihren Landverlust erhalten, was jedoch nie geschah. Hunderte wurden in den Dschungel deportiert, viele von ihnen starben an Krankheiten und Unterernährung. Andere wirden in Ghettos gesperrt. Deutschland weigert sich bis heute, ihre Mitverantung für die Deportationen anzuerkennen und Entschädigungen zu zahlen.


In 1953, the Indian government began planning and building a steelplant in Rourkela in cooperation with the Federal Republic of Germany. Hundreds of German companies were involved in the construction. It was the first and most important post-war project with which German industry could prove its newfound international competitiveness. It stands at the beginning of Germany's export success. The steelplant, which today employs 35,000 people, was built on Adivasi land. For this purpose, 16,000 Adivasis from 32 villages were resettled. They were supposed to receive compensation for their loss of land, but this never happened. Hundreds were deported to the jungle, many of them dying of disease and malnutrition. Others were locked up in ghettos. To this day, Germany refuses to acknowledge its co-responsibility for the deportations and refuses compensation payment.