• Christoph Burgmer

Ruth Wodak: Sprache und Rassismus / Language and racism

Aktualisiert: März 5

Kritische Diskursanalsye / Critical discourse analysis


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Ruth Wodak arbeitet diskursanalytisch zu Identitätspolitiken, wie sie in Europa national und transnational im politischen Sprachgebrauch von interessierten Parteien herausgebildet und genutzt werden. Die Rethoriken zur Konstruktion von Vergangenheit sowie die Ausgrenzungsrethorik des Rechtspopulismus werden von ihr systematisch analysiert. Der interdiszplinäre Ansatz der kritischen Diskursanayse hat in den letzten beiden Jahrzehnten insofern an Bedeutung gewonnen, als das dadurch insbesondere Veränderungen diskursiver Praktiken politischer Eliten indenfiziert werden können und der Zusammenhang zwischen rassistischem und rechtspopulistischem Sprachgebrauch einerseits und rassistisch, nationalistisch und faschistisch motivierten gewaltätigen Handlungen andererseits (Anschläge gegen Migranten, Politiker und Andersdenkende) deutlich wird (siehe auch DISS Duisburg). Ruth Wodak ist eine der exponiertesten Forscherinnen auf diesem Gebiet. Das Gespräch wurde 2008 in Wien aufgezeichnet, hat aber nichts an Aktualität eingebüsst.


Ruth Wodak works discourse-analytically on identity politics as they are formed and used nationally and transnationally in the political language by interested parties in Europe. She systematically analyzes the rhetoric of constructing of the past and the exclusionary rhetoric of right-wing populism. The interdisciplinary approach of critical discourse analysis has gained importance in the last two decades. The results of the research can be used to identify changes in the discursive practices of political elites and the connection between racist and right-wing populist language on the one hand and racist, nationalist and fascist motivated violent acts on the other (attacks against migrants, politicians and dissidents) (see DISS Duisburg/Germany). Ruth Wodak is one of the most exposed researchers in this field. The conversation was recorded in Vienna in 2008, but has lost none of its aktuality.